Vorstellung meiner Ausrüstung

Wie beim letzten Mal versprochen, zeige ich dir heute, wie ich ausgestattet bin 😉

Aus welchen Teilen besteht eine Bienenbeute?


Eine Bienenbeute besteht aus mindestens fünf oder mehr Bauteilen; dem Gitterboden, den Zargen, Rähmchen, dem Absperrgitter und dem Innen- sowie Außendeckel. Dazu können noch eine Bienenflucht oder eine Futtertasche kommen. Heute stelle ich aber nur den Gitterboden der Bienenbeute, Zargen, Rähmchen, das Absperrgitter und die beiden Deckel meiner Liebigbeute vor.

Der Gitterboden
Der Name ist Programm 😉

Das Lüftungsgitter
Der Gitterboden besteht zunächst aus einem Lüftungsgitter. Dieses sorgt dafür, dass die Bienen in der Beute immer frische Luft haben. Außerdem schützt der Gitterboden die Bienen vor Eindringlingen wie Wespen oder Spitzmäusen.

Das Lüftungsgitter der Bienenbeute kann mit einer so genannten Varroa-Schublade bzw. dem Varroa-Einschub verschlossen werden. So kann ich während der Saison schon den Befallsgrad der Bienen mit der Varroa-Milbe einschätzen. In diesem Fall schiebe ich die Varroa-Schublade unter das Volk und lasse sich dort drei Tage. Anschließend zähle ich die Milben aus kann damit einschätzen, inwieweit das Volk mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe behandelt werden muss oder nicht. Wichtig ist, den Varroa-Einschub vorher mit Öl an allen vier Seiten einzupinseln, da sonst tote Milben von Ameisen oder Ohrenkneifern weggetragen werden können. Das würde das Ergebnis der Milbenauszählung verfälschen.

Bei der Varroa-Behandlung mit Ameisensäure schiebe ich den Varroa-Einschub auch wiederum unter das Volk und zähle dann nach der Behandlung die gefallenen Milben aus. Für die Varroa-Behandlung nutze ich den Nassenheider Proffesionell Verdunster (Werbelink).

Die Varroa-Schublade dient auch wiederum als Kälteschutz. Viele Imker verschließen die Bienenbeuten nach der Oxalsäurebehandlung im Winter bis in den März oder April hinein. Ich selbst verschließe die Beuten allerdings nur bei sehr kalten Temperaturen ab minus zehn Grad. Das habe ich von meinem Imkerpaten so übernommen und zumindest keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Das Flugloch und der Fluglochkeil
Vorne am Gitterboden ist das Flugloch. Dieses hat eine Dreifachfunktion. Wenn du die Bienen bspw. als Wanderimker transportieren willst, kannst du die Bienenbeute mit dem Fluglochkeil komplett verschließen. So können während des Transports keine Bienen aus der Beute rausfliegen.

Bei der zweiten Funktion ist der Fluglochkeil nur ca. einen Zentimeter breit und acht Millimeter hoch. Das ist sinnvoll, wenn du Ableger bildest. Hier ist das Volk noch sehr schwach und kann sich gegen räubernde Völker nicht so gut verteidigen. Dadurch, dass das Flugloch allerdings sehr eng ist, können die räubernden Bienen nur nach und nach in die Beute eindringen. Dadurch kann das Jungvolk die Angreifer gut abwehren.

Die dritte Funktion ist die, wenn das Flugloch komplett offen ist. Während der Saison hat das Bienenvolk starken Flugverkehr und die Sammlerbienen kommen problemlos in die Beute. Da während der Saison genug Nahrungsangebot da ist, braucht man sich bei Wirtschaftsvölkern (bei Ablegern dagegen schon) keine Gedanken bzgl. Räuberei machen.

Die Zarge

Zarge einer Hohenheimer Einfachbeute (Liebigbeute)

In der Zarge befinden sich die so genannten Rähmchen. Ich verwende Rähmchen im Deutschnormalmaß 1,0. Die Rähmchen sind Halterungen für die Mittelwände. Diese kannst du dir wie eine Schablone vorstellen. Die Mittelwände haben einen Durchmesser von 6,3 Millimetern. Das dient dazu, dass im Bienenvolk durch diese Größe überwiegend Arbeiterinnenbrut angelegt wird. Eine Drohnenzelle hat bspw. 8,4 Millimeter Durchmesser. Normalerweise besteht ein Bienenvolk zu ca. einem Drittel aus Drohnen. Das ist allerdings deutlich mehr, als gebraucht wird. Den Bienen wird noch mal ein Braurahmen oder auch Drohnenrahmen gegeben, in dem gezielt Drohnenbrut angelegt wird. Das dient auch der Varroa-Reduktion. Was es damit auf sich hat, erkläre ich in einem anderen Video.

Das Absperrgitter
In der Bienenbeute dienen die unteren beiden Zargen als so genannter Brutraum. Über die zweite Zarge wird hier das Absperrgitter gelegt. Die Stäbe des Absperrgitters sind so ausgelegt, dass eine Arbeiterin durchpasst, die Königin aber nicht. So kann die Königin ihre Eier nur in die unteren beiden Zargen legen. Über dem Absperrgitter ist der Honigraum. Dort wird ausschließlich Honig gelagert. So kann ich als Imker bei der Honigernte nur den Honigraum entnehmen und bin sicher, dass keine Eier in meinem Honig landen.

Der Innen- und Außendeckel
Der Innendeckel schließt die Beute zunächst ab. Seine Aufgabe ist es, die Bienen von oben vor Eindringlingen zu schützen und die Beute abzudichten, damit keine Temperatur verloren geht. Zwischen die Oberträger der Rähmchen und den Innendeckel lege ich noch eine Folie. Ansonsten würden die Bienen die Oberträger der Rähmchen mit dem Innendeckel verkitten und ich würde die Rähmchen möglicherweise nicht mehr vom Deckel gelöst bekommen.

Über den Innendeckel wird der Außendeckel gestülpt. Dieser ist aus Blech und hat die Aufgabe, die Bienenbeute vor der Witterung zu schützen. Er lässt zum Beispiel den Regen abperlen und schützt die Beute im Winter vor Schnee.

Hast du Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel? Ich freue mich auf Kommentare.

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