Wespen bei der Invasion am Bienenstock abwehren

Jeder Jahr werden viele Bienenvölker durch Wespen ausgeräubert. Wie es dazu kommt und warum der Fehler wie so häufig hinter der Kiste steht erfährst du in diesem Artikel.

Altlasten aus dem Vorjahr

Es kann sein, dass die diesjährige Wespeninvasion bei den Völkern mit einem Fehler aus dem Vorjahr gemacht wurde. Wenn du die Ameisensäure- oder anderweitige Varroabehandlung nicht richtig oder zu spät gemacht hast, startet dein Bienenvolk mit zu vielen Milben in das neue Jahr. Damit einhergehend ist eine geringe Volksstärke. Das wiederum führt dazu, dass das Volk zu wenige Bienen zur Verteidigung abstellen kann. So können die Wespen dann ungehindert in den Bienenstock eindringen. Hier stehlen sie den Honig und Extremfall sogar die Brut, weil sie damit ihre eigene Brut füttern.

In diesem Fall solltest du deine Aufzeichnungen prüfen, wann und wie du gegen die Varroa behandelt hast. Eine Varroabehandlung mit Ameisensäure sollte Mitte Juli erfolgen. Viele Imker machen diese Behandlung erst Mitte oder sogar Ende August. Das ist aus meiner Sicht zu spät.

 

Verschüttetes Flüssigfutter beim Einfüttern

Wespen verfügen über ein sehr gutes Riechvermögen. Wenn du mit Zuckerwasser oder Apiinvert fütterst und etwas verschüttest, kann es passieren, dass du Wespen damit anlockst. Wenn die Wespen das als Futterquelle ausgemacht haben wirst du sie so schnell nicht mehr los. Wenn das verschüttete Futter von den Wespensammlerinnen weggetragen wurde suchen sie sich andere Futterquellen. Und das ist dann eben der Honig und das eingelagerte Futter in deinen Bienenvölkern. Also: Pass besonders auf, dass du nichts beim Flüssigfüttern verschüttest.

 

Ein zu weit geöffnetes Flugloch

Ist eine Wespe einmal in ein Bienenvolk eingedrungen, teilt sie ihren Schwestern die Nahrungsquelle natürlich sofort mit. Bei einem stark eingeengten Flugloch können die Bienen den Wespenkundschafter deutlich eher abwehren. In Folge kann die Späherwespe ihren Schwestern eben gerade nicht mitteilen, dass es bei deinen Völkern etwas zu holen gibt.

 

Soll und darf man Wespenfallen aufstellen, um seine Völker vor Räuberwespen zu schützen?

Kurz und knapp: Nein.

Gemäß §39 Bundesnaturschutzgesetz ist der Verkauf von Wespenfallen zumindest nicht verboten, das Aufstellen ist aber definitiv verboten. Deswegen lass das auch bitte bleiben. Für das Töten von Wespen können Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Das ist zwar ein Extremfall und wird in den meisten Fällen nicht ausgereizt werden, aber anhand der möglichen Bußgeldhöhe merkst du sicher, dass man das Töten von Wespen unterlassen sollte.

 

Fazit zum Thema Wespen abwehren

Wie sagt Dr. Liebig so schön: „Jeder Räuberei geht eine Eselei des Imkers voraus.“ Anhand dieses Artikels siehst du, wie du deine Bienen vor einer Wespenräuberei schützen kannst und das eine Räuberei meist ein Fehler des Imkers ist.

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