Ärger mit dem Nachbarn bei der Bienenhaltung im Garten

Bienenhaltung im Wohngebiet kann Ärger mit der Nachbarschaft geben. Nicht jeder mag die Bienen und manche Menschen fühlen sich sogar bedroht. Wie die Rechtslage ist und welches Vorgehen ich dir empfehle erfährst du in diesem Artikel.

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Hinweis: Ich weise darauf hin, dass ich kein Anwalt bin und hier lediglich meine Sichtweise der Dinge äußere. Bei rechtlichen Konflikten sollte deswegen ein Anwalt hinzugezogen werden.

Wie ist die Rechtslage zur Bienenhaltung im Wohngebiet?

Nach den rechtlichen Maßstäben kann dir dein Nachbar die Bienenhaltung nicht verbieten, wenn du damit die Nutzung seines Grundstücks nur unwesentlich beeinflusst. Das ist in Paragraph 906 BGB geregelt. Damit hat er das zu dulden.

 

Praxisfall

Das oben gesagte wurde auch in einem Gerichtsurteil klargestellt. In dem Fall hatte jemand acht Bienenvölker in seinem Garten aufgestellt und der Nachbar fühlte sich dadurch belästigt. Er beschwerte sich bei der zuständigen Behörde und dem Imker wurde vom Amt aufgetragen, die Bienenhaltung auf zwei Völker zu beschränken. Dieser Ansicht widersprach er und klagte vor dem zuständigen Amtsgericht. Das Gericht entschied zu seinen Gunsten und er durfte die Bienen weiterhin in diesem Umfang halten. Wichtig ist hierbei, noch die Rahmenbedingungen zu beachten. Das Grundstück lag in einer ländlichen Gegend und im Umkreis gab es mehrere Imker. Deswegen konnte auch nicht genau geklärt werden, ob der Nachbar von den Bienen seines Nachbarn oder anderen Nachbarn belästigt wurde. Trotz allem sieht es nach der gerichtlichen Definition bei Streitfällen gut für den Imker aus. Aber es muss ja gar nicht erst zur gerichtlichen Auseinandersetzung kommen.

Praxistipp: Sprich mit deinen Nachbarn

Bevor du dir Bienen anschaffst solltest du natürlich erstmal mit deiner Nachbarschaft sprechen. Manche Leute haben Allergien gegen Bienenstiche und das kann gesundheitlich gefährlich werden. Wenn ernste Gründe gegen eine Bienenhaltung in deinem Garten sprechen, solltest du dich nach einem anderen Standort umsehen. Ich habe ein grundsätzlich sehr gutes Verhältnis mit meiner Nachbarschaft und meine Bienenhaltung wurde sehr positiv aufgenommen.

Ansonsten kannst du deiner Nachbarschaft natürlich auch einfach mal ein Glas Honig aus deiner ersten Honigernte schenken. Das steigert die Akzeptanz der Bienen bei der Nachbarschaft und wer mal ein Glas geschenkt bekommen hat kauft vielleicht auch ein zweites oder drittes Glas bei dir 😉

Meine direkten Nachbarn haben kleine Kinder und ich frage da alle paar Wochen mal nach, ob es irgendwelche Vorkommnisse gab. Bisher gab es in mehr als drei Jahren keinerlei Probleme. Und wenn mal etwas ansteht kann man die Probleme durch Gespräch lösen, bevor es wirklich Ärger gibt.

Fazit zum Thema Bienenhaltung im Garten

Bei diesem Thema solltest du dich nicht alleine auf die rechtliche Seite stützen, sondern immer zuerst das Gespräch mit der Nachbarschaft suchen. So kannst du Konflikte lösen bevor es wirklich eskaliert und zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt.

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