Beutenwechsel bei deiner Imkerei

Wechsel der BienenbeutenHast du dich beim Beginn deiner Imkerkarriere für ein bestimmtes Beutenmaß entschieden und bist damit nicht mehr zufrieden? Wie dir ein Beutenwechsel gelingt erfährst du in diesem Artikel.


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Oft genug wird dem Imker die Entscheidung über seine Betriebsweise abgenommen; man übernimmt die Imkerei von den Eltern oder von jemandem, der mit dem Imkern aufhört. Dann hat man ein bestimmtes Wabenmaß und ist erstmal darauf festgenagelt.

Oder man sieht auf Youtube einen Imker, der seine Betriebsweise vorstellt und diese wird dann übernommen.

Das muss auch nichts schlechtes sein. Trotzdem kann man zu dem Schluss kommen, dass das bisher genutzte Wabenmaß für die weitere Imkerkarriere nicht mehr erste Wahl ist.

 

Mögliche Ursachen und Lösungen, um einen Beutenwechsel zu vermeiden

Fehlervermeidung ist besser als Fehler wieder abzustellen. Deswegen hier einige Tipps, wie du das am Besten zu dir passende Rähmchenmaß findest.

 

Keine Einzelfallprüfung

Viele Imker stellen die Imkerei und ihre Betriebsweise auf Youtube vor und das funktioniert in der Regel auch recht gut. Das hatte ich in der Einleitung schon geschrieben. Trotzdem solltest du dir über deinen Imkerverein oder deinen Imkerpaten informieren. Dort bekommst du Empfehlungen aus jahrzehntelanger Erfahrung.

 

Anpassen auf das im Verein gängige Maß

Viele Imkervereine haben Gemeinschaftseigentum in Form von Honigschleudern (*) oder Mittelwandpressen. Erkundige dich im Vorfeld, ob und wenn welches Material dem Verein gehört. Dann kannst du deine Betriebsweise danach ausrichten und das Geld für die Gerätschaften sparen. By the way: Deswegen solltest du auch nicht blind irgendwelche Sonderangebote kaufen. Im Nachhinein kann es teuer werden, wenn du deswegen verschiedene Utensilien für dich alleine kaufen musst, statt das Gemeinschaftseigentum nutzen zu können.

 

Fragen von Imkerkollegen

Dieser Tipp schlägt in die gleiche Kerbe wie der vorherige. Auch wenn dein Imkerverein möglicherweise kein Gemeinschaftseigentum hat, solltest du die Imkerkollegen fragen, welches Maß üblicherweise verwendet wird. Wenn aus deiner Sicht nichts konsequent dagegen spricht, kannst du dieses Maß auch für dich verwenden. Das macht die Übernahme von Ablegern und / oder Wirtschaftsvölkern deutlich einfacher.

 

Möglichkeit 1: Die Bienen in eine neue Beute setzen

Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und du deine Beute wechseln willst, findest du hier verschiedene Möglichkeiten.

 

Zeitpunkt des Beutenwechsels

Hier empfehle ich dir das Frühjahr, wenn es wieder warm wird. Die Temperaturen sollten mindestens 15 Grad betragen, sonst wird es für die Bienen unangenehm.

 

Aufstellung der neuen Beute am Standplatz der alten

Verschließ die alte Beute mit dem Fluglochkeil. Nun stellst du sie etwas einen Meter entfernt auf und stellst die neue Beute an den Platz der alten.

 

Umsiedlung des Volks

Nun kehrst du die Bienen in die neue Beute. Aus der alten Beute kannst du jetzt alle Leerwaben und möglicherweise geschimmelte Waben entnehmen. Brut- und Futterwaben übernimmst du in die neue Beute und füllst die freien Plätze mit Mittelwänden deines neuen Wabenmaßes auf.

Hier kannst du die Gelegenheit auch gleich nutzen; überprüfe die Futtervorräte des Volks. Vielleicht musst du noch etwas nachfüttern.

 

Möglichkeit 2: Aufsetzen des neuen Wabenmaßes

Wenn du zum Beispiel von der zweizargigen Betriebsweise in Deutsch-Normal 1,0 auf Deutsch-Normal 1,5 übergehen willst, kannst du das neue Wabenmaß auch aufsetzen. Dabei gehst du wie folgt vor.

 

Zeitpunkt des Beutenwechsels

Hier kannst du bis kurz vor dem Aufsetzen der Honigräume warten.

 

Vorgehen

Das Volk dehnt sich nach und nach zur oberen Zarge hin aus und verlässt die untere Zarge. Wenn die unteren Rähmchen brutfrei sind, kannst du sie entnehmen. Danach solltest du die Rähmchen schnellstmöglich einschmelzen. Sonst werden sie schnell Opfer der Wachsmotte.

Wenn du möchtest, kannst du auch ein Absperrgitter zwischen die beiden Bruträume legen. So gehst du auf Nummer sicher, dass die Königin nicht doch ihre Eier in die untere Zarge legt.

Wechsel in ein neues Beutenmaß
Zweizargige Bienenbeuten im Maß Deutsch-Normal 1,0

Möglichkeit 3: Nach und nach erweitern

Vorneweg: Diese Möglichkeit ist die ungünstigste. Sie sollte nur im Notfall genutzt werden und nur, wenn das Brutnest noch klein ist.

 

Zeitpunkt des Beutenwechsels

Dieses Verfahren solltest du im zeitigen Frühjahr anwenden und die Temperatur bei den schon beschriebenen 15 Grad liegt.

 

Vorgehen

Du nimmst die Brutwaben und fügst sie in die obere Zarge ein. Dann setzt du die alten Futterwaben direkt unter das Brutnest. Die Bienen tragen das Futter dann nach oben um und die Futterwaben sind sehr schnell geleert. Wenn eine Wabe leer ist entnimmst du sie und rückst die anderen Waben jeweils wieder unter das Brutnest.

 

Fazit zum Thema Beutenwechsel

Wenn du deine Beute wechseln willst empfehle ich dir die ersten beiden Methoden. Methode drei ist wie beschrieben nur eine Notlösung und sollte im Normalfall nicht verwendet werden.

Wie sind deine Erfahrungen? Hast du schon mal einen Beutenwechsel durchgeführt? Ich freue mich auf Meinungen und Anregungen im Kommentarfenster.

 

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