Bienen mit Zuckerwasser oder Sirup füttern?

Früher wurden Bienen klassischerweise mit Zuckerwasser gefüttert. Heutzutage füttern die meisten Imker mit Apiinvert oder anderem Futtersirup. Doch was ist besser; Bienen mit Zuckerwasser oder Futtersirup füttern?


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Verschiedene Bestandteile des Futtersirup im Vergleich zum Zuckerwasser

 

Haushaltszucker besteht aus Saccharose. Und damit besteht Zuckerwasser ebenfalls lediglich aus diesem Stoff. Logisch.

Futtersirup hingegen besteht aus mehreren Stoffen; unter anderem Fruktose, Glukose und auch Saccharose. Damit kommt Futtersirup dem natürlichen Futter der Bienen – Honig – deutlich näher als Zuckerwasser.

 

Gefahren bei der Fütterung mit Zuckerwasser

 

Bei Zuckerwasser die Gefahr, dass dieses Futtermittel gärt. Deswegen solltest du Zuckerwasser in mehreren kleinen Schüben geben.

Ebenfalls kann es dir passieren, dass das Zuckerwasser in den Waben kristallisiert, also fest wird. So kann ein Volk trotz ausreichend Futter über den Winter verhungern.

 

Anteiliger Zucker beim Zuckerwasser und beim Futtersirup

 

Üblicherweise wird Zuckerwasser im Verhältnis von drei Teilen Zucker zu zwei Teilen Wasser angerührt. Damit habe ich eine Konzentration von 60 Prozent Zucker im Gemisch. Ein Kilogramm Apiinvert entspricht hingegen 0,73 Kilogramm Zucker. Somit habe ich eine deutlich höhere Konzentration.

Als positiver Nebeneffekt ergibt sich, dass die Bienen Arbeit sparen, weil sie das Wasser nicht verdunsten müssen. Hier findest du einen Artikel zum Thema Bienen richtig füttern.

 

Ist Zuckerwasser also nicht mehr zeitgemäß?

 

Trotz das ich persönlich die Fütterung mit Sirup bevorzuge gibt es auch Gründe, die für die Verwendung von Zuckerwasser sprechen.

 

Der Zeitanteil

Weiter oben hatte ich geschrieben, dass die Bienen bei der Verwendung von Futtersirup Zeit sparen, da sie den Wasseranteil des Zuckerwassers nicht eindicken müssen. Das Eindicken bedeutet für die Bienen Arbeit und natürlich dauert das auch etwas; die Bienen müssen für die Einlagerung von Zuckerwasser schlicht mehr Zeit aufwenden. Und das ist in einem bestimmten Fall auch gut so. Durch den langsamen, aber konstanten, Futterstrom simulierst du eine üppige Tracht. Dadurch bauen die Bienen die Waben aus und sorgen für ordentlich Brut. Das ist also durchaus vorteilhaft. Bei schlechtem Wetter reduzieren die Bienen eher die Bruttätigkeit und das auch, wenn sie über gute Vorräte verfügen. Das ist ein klarer Nachteil des Fütterns mit Futtersirup. Das solltest du dir merken, wenn du Ableger bildest. Diese kannst du eher mit Zuckerwasser als mit Futtersirup füttern. Das ist eine so genannte Reizfütterung.

 

Vorteile von Futtersirup und Zuckerwasser auf einen Blick

Vorteile von Futtersirup

  • Ähnelt in seiner physischen Zusammensetzung eher dem Honig und ist damit natürlicher als Zuckerwasser
  • Gefahr der Kristallisation deutlich geringer (aber auch nicht unmöglich)
  • Kann direkt eingelagert werden als muss nicht eingedickt werden (schont die Winterbienen, die bis ins nächste Frühjahr durchhalten müssen)
  • Verdirbt nicht (kann gerade bei größeren Mengen Zuckerwasser passieren)
  • Höhere Zuckerkonzentration als bei einer Mischung mit Zuckerwasser
  • Spart Zeit, weil man keine Mischung anrühren muss

 

Vorteile von Zuckerwasser

  • Langsamer Futterstrom simuliert Tracht und regt damit zum Wabenausbau und dem Anlegen von Brut an
  • Interessant für Ableger in Bezug auf Reizfütterung

 

Fazit zum Thema Füttern mit Zuckerwasser oder Sirup

 

Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile von Futtersirup eindeutig. Ich kann Zuckerwasser lediglich für den Aufbau von Ablegern empfehlen. Hier (Werbelink) kannst du Futtersirup für deine Bienen bestellen.

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