Erfolgfaktoren für eine gute Honigernte

Honig wird im Mai und Juli geerntet. Doch die Weichen für eine gute Honigernte werden im Frühjahr gestellt. Was du für eine gute Honigernte tun kannst erfährst du hier.

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Wirtschaftliche Aspekte auch in der Hobbyimkerei

 

Die Imkerei ist für mich wie für die meisten anderen in erster Linie ein Hobby. Dabei stehen für mich eine interessante Tätigkeit und der aktive Umweltschutz im Vordergrund. Trotz dessen habe ich bei meiner Hobbyimkerei auch die Finanzen im Blick; ich habe Ausgaben, die ich decken will und mit meinem Honig erstelle ich eine Leistung für andere. Trotz dass die Imkerei mein Hobby ist, möchte ich auch etwas Geld damit verdienen. Eine gute Honigernte tut meinem Geldbeutel gut und gibt mir auch eine Rückmeldung über den Zustand meiner Völker: Denn nur gesunde Bienenvölker liefern einen guten Ertrag.

 

Gründe für eine schlechte Honigernte

 

 

Eigene Fehler

Eine geringe Honigernte kann immer ein Fehler des Imkers sein. Wenn dir beispielsweise ein Schwarm abgeht, wirst du vom abgeschwärmten Volk wahrscheinlich keinen Honig mehr ernten können. Eine erfolgreiche Schwarmverhinderung kann deine Honigernte beträchtlich erhöhen.

 

Der Standort

Es muss aber nicht dein Fehler sein, wenn du nur wenig Honig erntest. Bei einem schlechten Standort können auch die besten Bienen keinen Honig produzieren. Ein Imkerkollege von mir hat keinen Raps in seiner Nähe. Damit hat er immer einen Nachteil und nur unterdurchschnittliche Honigernten. Da kann er einfach nichts machen.

 

Das Wetter

In manchen und mittlerweile leider vielen Jahren spielt das Wetter nicht so mit, wie wir das gerne möchten. Es kann im Frühjahr zu kalt sein und die Blüten der Pflanzen frieren kaputt. Im Gegenzug kann es im Sommer auch einfach zu heiß und trocken sein. Ich hatte im Jahr 2018 ein Rapsfeld direkt neben meinem Garten. Ein Imkerkollege spaßte schon, dass meine Bienen zu Fuß in den Raps gehen können. Von der Entfernung her hatte er recht. Leider machte mir das extrem trockene Wetter einen Strich durch die Rechnung. Durch die fehlenden Niederschläge konnte der Raps keinen Nektar ausbringen und meine Honigernte fiel auch nur unterdurchschnittlich aus.

 

Erfolgsfaktoren für eine gute Honigernte

 

Was kannst du tun, um deine Bienen gut aus dem Winter zu bekommen?

 

Zum zweiten Mal: Der Standort

Wie oben beschrieben, kann der Standort einen negativen Einfluss auf die Entwicklung deiner Völker haben. Der Standort kann aber auch positiv sein.

Achte darauf, dass die Fluglöcher von der Sonne beschienen werden. Ich habe meine Völker mit den Fluglöchern in Richtung Osten aufgestellt, so dass die Bienen von der Sonne wachgeküsst werden. Ein sonnenbeschienener Standort ist vorteilhaft. Wenn die Bienen zum Reinigungsflug starten, bringen sie auf dem Rückweg auch gleich Pollen mit. So können sie die Brut gleich mit versorgen. Wenn du die Wahl hast, dir einen Standort für deine Bienen auszusuchen, solltest du auf eine gute Pollenversorgung achten. Eine gute Quelle für Pollen sind Erle, Birke und Haselnuss.

 

Ein trockener Standort

Nach Möglichkeit solltest du deine Bienen nicht in der Nähe eines Flusses oder anderer Gewässer aufstellen. Durch die höhere Luftfeuchtigkeit dringt mit der Luft Wasser in die Beute ein und die Bienen werden bei der Trocknung des Honigs überfordert. Sie müssen mehr Personal aufwenden, um den Honig zu trocken. Dadurch können sie weniger Nektar ins Volk bringen. Alternativ dauert die Honigtrocknung länger und im Ergebnis wirst du weniger Honig ernten.

 

Die Pflanzenwelt in der Umgebung

Nach Möglichkeit sollten die Pflanzen in der Umgebung nach und nach blühen. Das wird durch die Monokulturen in der Landwirtschaft natürlich immer schwieriger. Alternativ kannst du deine Bienen mit der Aussaat einer Bienenweide (* Werbelink) unterstützen.

 

Beim ersten Schleudern nicht zu scharf abernten

Weniger Honig zu schleudern soll dafür sorgen, dass du mehr Honig erntest?

Ja, das kann durchaus zielführend sein. In meiner Heimatregion Nordhessen kommt nach der Schleuderung im Mai nicht mehr so viel Tracht herein. In diesem Jahr hatte ich ein Volk, das ich eine Woche vor den anderen schleudern konnte. Als ich die anderen Völker schleuderte habe ich dort noch mal reingesehen. Da stellte ich fest, dass das Volk schon fast wieder schleuderreif war. Der anfänglichen Freude ist dann schnell Ernüchterung gefolgt. Ich kontrollierte weiter und habe festgestellt, dass die Bienen von den schon eingelagerten Futter bis zum nächsten Schleudern Mitte Juli mehr verbraucht als zusätzlich eingelagert hatten.

Deswegen solltest du darauf achten, nicht den kompletten Honigraum zu schleudern, sondern den Bienen zwei bis vier Waben zu lassen. Der Grund dafür ist, dass die Bienen ausreichend Futter brauchen. Fehlt Futter kann es passieren, dass sie die Brut ausräumen. In der Folge fehlen Sammlerbienen und diese können dann keinen Honig einlagern.

Es gibt sogar Imker, die vor der ersten Schleuderung noch zufüttern. Dabei stellen sie einen Tag vor der Schleuderung eine Leerzarge zwischen Brutraum und Honigraum. In die Leerzarge legen sie ca. 2,5 Kg Apifonda und setzen die Bienenflucht ein. Dann wird der Honigraum geschleudert. So gehen diese Imker sicher, dass genug Futter im Volk ist. Ein aus meiner Sicht sinnvolles Vorgehen.

 

Schwarmverhinderung die zweite

Wie oben geschrieben, wirst du von einem abgeschwärmten Volk keinen Honig mehr ernten. Deswegen solltest du ab Mitte April regelmäßig Schwarmkontrollen durchführen.

Auch die rechtzeitige Gabe des Honigraums kann bei der Schwarmverhinderung unterstützen. Setze deinen Honigraum mit vier ausgebauten Waben auf und fülle ihn mit Mittelwänden auf. Dadurch, dass die Bienen mit dem Ausbau der Waben etwas zu tun haben, kommen sie nicht auf dumme Gedanken in Punkto Schwarmstimmung. Auch die Ablegerbildung kann zur Schwarmverhinderung beitragen.

 

Fazit

 

In diesem Artikel habe ich dir beschrieben, was du für eine gute Honigernte tun kannst und welche Faktoren außerhalb deines Einflusses liegen.

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich auf Meinungen und Kommentare.

Der Artikel darf gerne geteilt werden.

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