Mindestabstand von Bienenvölkern auf anderen Grundstücken

Imkern in der Nachbarschaft

Manchmal findet auch ein Nachbar Spaß an der Bienenhaltung und baut sich einen Stand auf sein Grundstück, obwohl du deine Bienen auf deinem Grundstück schon länger hältst. Doch darf der das eigentlich und was passiert, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt.


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Es war immer so schön; du hast deine Bienen im Garten betreut und sie versorgt. Die Nachbarn haben die Bienen gut angenommen und es gab niemals Probleme. Nun baut aber ein anderer Nachbar einen Bienenstand in unmittelbarer Entfernung auf sein Grundstück. Wie sind hier die Regelungen?

 

Die rechtliche Seite

Hier gebe ich einen Einblick in verschiedene rechtliche Aspekte.

 

Ortsüblichkeit der Imkerei

Grundsätzlich darf jemand Bienen auf seinem Grundstück halten, solange sie ortsüblich ist und bestimmte Grenzen nicht überschreitet.

 

Gibt es Mindestabstände?

Nein, leider gibt es keine vorgeschriebenen Mindestabstände. Der Neuimker darf seine Bienen auch in unmittelbarerer Nähe zu deinem Stand aufbauen.

 

Welche Probleme können sich ergeben?

Wenn die Bienen recht nah zueinander stehen, gibt es zahlreiche Konfliktpotenziale.

 

Räuberei

Durch eine erhöhte Anzahl an Bienenvölkern ist die Wahrscheinlichkeit eines Räubervolks durchaus erhöht. Das ist natürlich ärgerlich, wenn ein Volk ausgeräubert wird.

 

Krankheiten

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Varroabekämpfung. Ich persönlich verwende Ameisensäure. Ich möchte hier auch kein anderes Verfahren kritisieren, da mir die Erfahrung fehlt.

Trotz allem habe ich von Imkerkollegen, die mit einigen – auch der gängigen – Verfahren schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Ein Volk kann aufgrund ungeeigneter Varroabehandlung zusammenbrechen. In diesem Fall wird es von den umliegenden Völkern ausgeräubert. So können die Krankheiten dieses Volks auf deine Völker übertragen werden.

Ein Imkerkollege erzählte mir einmal, er müsse im Oktober grundsätzlich eine weitere Ameisensäurebehandlung durchführen, weil ein Nachbarimker nicht ordentlich gegen die Varroa behandelt. Das ist natürlich sehr ärgerlich.

 

Nahrungsknappheit

In der Regel sind acht Bienenvölker in unmittelbarer Nähe recht unkritisch, es sollten aber nicht mehr als zwölf sein. Die meisten Hobbyimker halten zwischen fünf und zehn Völkern. Wenn dann zwei Imker an der oberen Grenze sind, kann das Nahrungsangebot in der Umgebung schnell knapp werden.

 

Was rate ich dir zu tun?

Zunächst mal würde ich mit dem Neuimker reden. In vielen Fällen ist es kein böser Wille und der Imkerkollege wusste nicht, dass es zu Problemen kommen kann.

Deswegen würde ich das Gespräch suchen. Vielleicht hat er ja einen Zweitgarten, wo er die Völker betreuen kann.

Sollte er nicht mit sich reden lassen wollen hast du leider schlechte Karten.

 

Wie ist deine Meinung zum Thema?

Hast du auch einen Imkerkollegen mit Bienenvölkern in der unmittelbaren Umgebung? Gab es vielleicht schon mal Differenzen? Wie bist du damit umgegangen?

Das ist für mich und sicherlich auch die anderen Leser sehr interessant.

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