Pollen im Honigraum – woran liegt’s?

Pollen im Honigraum ist lästig. Zum Einen, weil die Bienen den Pollen als Polleneintrag in den WabenEiweißlieferant selber brauchen. Zum Anderen, weil Pollenwaben im Lager schnell Wachsmotten anziehen und das Eiweiß schnell verdirbt. Doch wie kannst du das verhindern?

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Pollen ist nicht nur gut für die Bienenvölker, sondern überlebenswichtig. Der Blütenstaub stellt eine wichtige Eiweißquelle für die Völker dar, die sie unter anderem für die Aufzucht ihres Nachwuchses brauchen. Nur zu viel Pollen kann ein Problem werden.

An dieser Stelle möchte ich dir verschiedene Ursachen vorstellen und Tipps mit an die Hand geben. Probier einfach aus, was bei dir am Besten funktioniert.

 

Ursache 1: Die Vegetation

Es gibt Pflanzen, die mehr Pollen liefern als andere. Wenn du diese in der Nähe deines Bienenstandes hast, ist die Lage eben ungünstig. Eine Möglichkeit ist, abzuwandern.

 

Ursache 2: Genetik der Bienen

„Jeder Jeck ist anders“, sagt der Kölner 😉

So können einige Bienenvölker genetisch eher dazu veranlagt sein, Pollen im Honigraum einzulagern, als andere.

Carnica-Völkern sagt man übrigens eher den Polleneintrag im Honigraum nach als der Buckfast-Biene. Das liegt daran, dass die Carnica ursprünglich in der Gegend von Österreich bis zum Balkan beheimatet war. Dort gibt es weniger Pollen als in Deutschland und das Einlagern der Pollen ist somit ein Überlebensmechanismus.

 

Lösungsmöglichkeit 1: Waben entnehmen und einschmelzen

Du kannst die Pollenwaben entnehmen und durch Mittelwände zu ersetzen. Hier hast du aber dann das Problem, die Waben zeitnah einschmelzen zu müssen. Sonst können im Wabenlager Wachsmotten schlüpfen und du hast ein Problem mit den Motten.

 

Lösungsmöglichkeit 2: Mehr Raum geben

Heutzutage ist Dadant ein gängiges Maß. Viele imkern mit einem geschiedeten Brutraum auf (deutlich) weniger als zehn Waben. Wenn du das tust und Probleme mit Pollen im Honigraum hast, solltest du den Bienen eine bis zwei Waben mehr geben.

Vielleicht imkerst du einzargig auf Deutsch-Normal oder Zander. Dann kannst du überlegen, eine zweite Brutraumzarge aufzusetzen.

 

Lösungsmöglichkeit 3: Die Situation zu deinem Vorteil nutzen

Wie oben bereits beschrieben, kannst du die Pollenwaben entnehmen und sie durch Mittelwände ersetzen.

Wenn du deine Bienenvölker durch die Bildung von Ablegern verjüngst, kannst du die Waben auch direkt in die Ableger geben. So kannst du dir das Einschmelzen der Waben sparen und die Jungvölker haben einen Startvorteil.

 

Lösungsmöglichkeit 4: Mittelwände im Honigraum

Bei der Gabe des Honigraums verwendet man üblicherweise vier ausgebaute Waben und füllt den Rest mit Mittelwänden auf. Bei erhöhtem Polleneintrag im Honigraum kannst du auch versuchen, ausschließlich Mittelwände im Honigraum aufzusetzen.

So sind die Bienen zunächst gezwungen, den Pollen im Brutraum einzulagern. Sollte dort der Platz eng werden, kannst du die Pollenwaben entnehmen und durch Mittelwände ersetzen.

 

Meine Erfahrungen

Ich imkere zweizargig im Maß Deutsch-Normal 1,0. Persönlich hatte ich noch keine Probleme mit Polleneintrag im Honigraum. Wie bei meinen Lösungen geschildert, habe ich dann wahrscheinlich einfach genug Platz im Brutraum, wo dann der Pollen eingelagert wird.

 

Und nun zu dir

Hast du Erfahrung mit Pollen im Honigraum?

Wie bist du dabei vorgegangen? Hast du meine Lösungsvorschläge genutzt oder hast du eigene Methoden verwendet? Ich freue mich auf Meinungen und Anregungen im Kommentarfenster.

 

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